Verse von Hugo Ball im neuen Spider-Man-Film

Der neue Spider-Man-Film „No Way Home“ ist der erfolgreichste Film der Pandemie und beschert allen Kinos zurzeit ausverkaufte Säle. Trotz Corona hat der Marvel-Film in kurzer Zeit eine Milliarde Dollar eingespielt. Ein bisschen Glanz fällt dabei auch auf Hugo Ball. Denn zu seinen Versen schwingt Spider-Man durch die Häuserschluchten von New York. Hugo Balls Lautgedicht „Gadji beri bimba“ war 1979 kongenial von den Talking Heads unter dem Titel „I Zimbra“ vertont worden und bildet nun in „No Way Home“ den prominenten Eröffnungssong.
Ball hatte das Gedicht 1916 im Cabaret Voltaire zum ersten Mal vorgetragen, gekleidet in sein berühmt gewordenes kubistisches Kostüm. Brian Eno und David Byrne haben es Jahrzehnte später für das Album „Fear of Music“ ihrer Band Talking Heads in eine von afrikanischer Musik inspirierte Komposition gefügt. Jetzt erlebt „Gadji beri bimba“, das zu den bekanntesten Werken Dadas gehört, dank Spider-Man wieder neue Beachtung.

Foto: ©2021 MARVEL

Hugo Ball und der Anarchismus

Hugo-Ball-Almanach-Mitarbeiter Bernhard Rusch hat in der jüngsten Ausgabe der „libertären Zeitschrift“ espero einen Artikel unter dem Titel „Anarchismus als Grundbedingung für Dada“ veröffentlicht (Neue Folge. Nr. 4 vom Januar 2022, S. 167-193). Darin geht es zentral auch um Hugo Balls Verhältnis zum Anarchismus. Die Zeitschrift erscheint online, sie kann auf der Homepage heruntergeladen und gelesen werden.