Zum 9. Mal Förderpreise der Hugo-Ball-Gesellschaft vergeben

Den Förderpreis der Hugo-Ball-Gesellschaft für Kreatives Gestalten (Urkunde sowie jeweils ein Buch von Hugo Ball und dem Hugo-Ball-Preisträger von 2008, Max Goldt) erhielten in diesem Jahr als Absolventen der weiterführenden Pirmasenser Schulen:

  • Sarah Schmidt, Immanuel-Kant-Gymnasium, Pirmasens
  • Mina Windecker, Hugo-Ball-Gymnasium, Pirmasens
  • Jule Hennes, Leibniz-Gymnasium, Pirmasens
  • Eva Merten, Berufliches Gymnasium Wirtschaft an der Berufsbildenden Schule, Pirmasens
  • Yacine Dieye, Realschule plus am Kirchberg, Pirmasens
  • Shawn Michael Schwartz, Landgraf-Ludwig-Realschule plus, Pirmasens

 

Steckenpferd Johann auf der Bühne in Ludwigsburg

An der Ludwigsburger Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg führen Studierende unter dem Titel „Zwischen den Kriegen“ an mehreren Abenden fünf Werkstattinszenierungen auf, darunter ist mit „Gott übergibt dem Steckenpferd Johann die Geschicke der Welt“ auch ein Stück über Hugo Ball und Emmy Hennings im Zürich des Jahres 1916. Regie führt Annika Schäfer, Dramaturgin ist Agnes Szedlak, und es spielen Enrique Fiß, Louis von Klipstein, Esra Laske und Lena Schmidtke.

Die Premiere dieses Stücks findet am Donnerstag, 02.03.2017, um 21 Uhr statt. Weitere Aufführungen gibt es am Freitag, 03.03.2017, um 18 Uhr, und am Samstag, 04.03.2017, um 19:30 Uhr.
Eintritt 8 Euro / erm. 5 Euro
Anmeldung unter karten@adk-bw.de

Die Premiere am 02. März ist derzeit ausverkauft. Restkarten evtl. an der Abendkasse.

 

Prof. Dr. Gerhard Schaub (1938-2017) – Nachruf

Die Hugo-Ball-Gesellschaft trauert um Prof. Dr. Gerhard Schaub, der am 4. Januar 2017 in Trier verstarb.

Gerhard Schaub gehörte 1998 zu den Gründungsmitgliedern der Hugo-Ball-Gesellschaft, für die er bis zuletzt im wissenschaftlichen Beirat tätig war.

Er war einer der verdienstvollsten und angesehensten Forscher zum Werk Hugo Balls. Neben zahlreichen Aufsätzen wird vor allem die dreibändige Ausgabe der Briefe Balls, die er gemeinsam mit Ernst Teubner im Jahr 2003 veröffentlichte, von dauerhaftem Wert bleiben.
Gerhard Schaub hat sich darüber hinaus in vielfältiger Weise für Hugo Ball engagiert. Seit 1993 bis zu seinem Tod war er im Beirat zum Hugo-Ball-Preis der Stadt Pirmasens.

Gerhard Schaub wurde am 21. September 1938 in Kassel geboren und studierte nach dem Abitur in Herford Germanistik und Anglistik in Heidelberg, Exeter (England) und Hamburg. Nach seiner Promotion an der Neuphilologischen Fakultät der Universität Heidelberg kam er an die Universität Trier, wo er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2004 gelehrt hat. Von 1970 bis 1975 war er Wissenschaftlicher Assistent am Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften im Fach Germanistik und von 1975 bis 1981 Assistenzprofessor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft. Nachdem er sich 1980 habilitiert hatte, wurde er 1985 zum Außerplanmäßigen Professor ernannt.
Neben den Arbeiten zu Hugo Ball veröffentlichte Gerhard Schaub Monographien und Aufsätze über die literarische Rhetorik, Clemens Brentano, Georg Büchner, Friedrich Spee und Kurt Schwitters, gab Ausgaben mit Texten von Brentano und Büchner heraus. Mehrere Jahre hat Gerhard Schaub außerdem an dem vom Land Rheinland-Pfalz unterstützten Pilotprojekt „Förderung des wissenschaftlichen Schreibens“ federführend mitgewirkt.

Die Hugo-Ball-Gesellschaft wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.